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Sa, 25.07.2020

Basketball never stops!

Kaum eröffnet, beherbergt der OrangeCampus eine prominent zusammengesetzte Trainingsgruppe, die in Ulm das tut, wofür der Campus steht: Sich verbessern!

Das letzte Spiel der Saison 2019/20 ist gerade einmal vier Wochen her, der Auftakt der kommenden Spielzeit scheint hingegen in weiter Ferne zu liegen. Zeit also, als Basketballer endlich einmal auszuspannen und die Beine hochzulegen! Wer in diesen hochsommerlichen Tagen einen Blick in die gerade erst fertiggestellte Haupthalle des OrangeCampus wirft, erhält einen ganz anderen Eindruck. „Haide, haide“ und „let‘s go“ brüllt die raue Stimme eines Trainers mal auf Kroatisch, dann wieder auf Englisch.  

Schon seit Mitte Juli schuftet hier eine Trainingsgruppe mit wechselnder Beteiligung. „Preseason Camp“ nennen die Basketballer diese Art von Training, die der eigentlichen Saisonvorbereitung vorangeht. Thorsten Leibenath hat das Camp initiiert. Der Sportdirektor von ratiopharm ulm ist ja auch für das „TOP D“ Programm zuständig. „Team Orange Player Development“ lautet der volle Name hinter dem sich die Idee verbirgt, Basketballern in Ulm Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, die sie nachhaltig besser machen und so die Basis für eine möglichst langfristige Bindung zwischen Club und Sportler entstehen lässt. 
Coach Moris erklärt seinen Plan. Foto: Marcel Greiner
Bei Ismet Akpinar hat das schon funktioniert. Obwohl der Nationalspieler, der zwischen 2017 und 2019 das Trikot von ratiopahrm ulm trug, vor kurzem erneut in der Türkei unterschrieben hat, trainiert er in Ulm. „Einmal Ulmer immer Ulmer – das ist für mich nicht nur so ein Spruch“, sagt er und erklärt auch gleich warum. „Als ich hier ankam war ich nicht ganz fit und habe deshalb sofort ein MRT bekommen. In Ulm wirst du behandelt, als ob du zum Saisonstart hier spielen würdest“, sagt Izi. 

Zweimal am Tag trainiert die prominent besetzte Trainingsgruppe im OrangeCampus. Neben Akpinar sind unter anderem auch Bazou Koné, Bogdan Radosavljevic, Ferdinand Zylka und der Ulmer Andi Obst dabei. Mindestens drei Tage – oder wie Koné , der nach seiner Bundesligakarriere zuletzt in der NBA G-League aktiv war, vier Wochen lang – können die Spieler sich im Camp einbuchen. Morgens ist Individualtraining in Kleingruppen angesagt, abends wird das Erlernte im freien Spiel erprobt. Dazu gesellen sich auch Jungs wie Christoph Philipps oder Nat Diallo. „Wenn du individuell besser werden willst, musst du das im Sommer tun. Und ich habe noch nie einen besseren Trainingsort dafür gesehen, als den OrangeCampus“, sagt Akpinar.
Christoph Philipps hebt ab. Foto: Marcel Greiner
Geleitet wird das Camp von Moris Hadžija. Der 40-Jährige hat selbst lange als Profi gespielt und sich in den letzten Jahren einen Namen als Individualtrainer gemacht. Akpinar arbeitet schon lange mit dem Kroaten zusammen und hält große Stücke auf ihn. „Seine Leidenschaft, seine Ideen und Drills bringen dich an dein Limit und darüber hinaus“, sagt der Nationalspieler. 

Während in der größten von insgesamt drei Sporthallen noch einige Handwerker an den letzten Details arbeiten, lässt Coach Moris die Spieler übers Parkett tanzen. In jeder Hand einen Ball dribbelnd arbeiten sich die Basketballer die Koordinationsleiter hoch und runter. Im OrangeCampus findet man diese „Leitern“ in jeder Halle – allerdings nicht im herkömmlichen Sinn, sondern direkt aufs Parkett lackiert. „Als ich hier reinkam, kam ich mir vor wie ein Kind in Disneyland“, sagt Moris Hadžija über die brandneuen Trainingsmöglichkeiten. 
Reporter der Süddeutschen Zeitung, Five und BIG besuchen den OrangeCampus. Foto: Florian Eisebitt
Das Preseason Camp 2020 füllt den OrangeCampus noch vor seiner offiziellen Eröffnung mit Leben. Und während im übrigen Gebäude noch gewerkelt wird, veranschaulicht dieses Camp, um was es hier wirklich geht. Es geht nicht um das Gelände an sich, das unwiderruflich aus seinem zwanzigjährigen Dämmerschlaf erwacht ist. Nicht um den fünfstöckigen Büro-Turm samt seiner hochmodernen Konferenz-Ebene. Nicht um die Laufbahn, die das Spielfeld der Haupthalle auf einer Galerie in luftiger Höhe umrundet, oder das Videosystem, das in jeder Halle auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Das alles sind Mittel zum Zweck. „Das Gebäude an sich bringt uns keinen Vorteil“, sagt Sportdirektor Thorsten Leibenath bei einem Rundgang, der überregionale Medienvertreter hinter die Kulissen blicken ließ. „Es liegt an uns, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die der OrangeCampus bietet. Wenn wir das schaffen, haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, das uns von anderen Standorten abhebt.“
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